Cheers for Fears

Als Künstlerischer Leiter des Netzwerks und Festivals Cheers for Fears gehe ich seit meinem Masterstudium der Szenischen Forschung gemeinsam mit vielen Mitstreiter*innen aus den Akademien, Hochschulen und Universitäten dem Begehren nach, den Austausch zwischen den Ausbildungsstätten zu verstärken und künstlerische Kollaborationen jenseits von Fächer- und Institutionsgrenzen zu initiieren. Im Fokus steht dabei das Interesse, sich jenseits der Idee des solitären Künstlers in einen Austausch über künstlerische Strategien, Freiräume im Studium und Produktionsbedingungen zu begeben. Im Austausch mit den Hochschulen und den Produktionshäusern des Landes initiiert Cheers for Fears Workshops, Sommerakademien, Festivals und Produktionen. Unter dem Titel Another Living Theatre: Paradise Now haben wir zuletzt eine szenische Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Aktivismus der 60er Jahre Titel im Rahmen des Dortmunder Theaterfestivals FAVORITEN realisiert.

»Jascha Sommer, der als einer der ersten Absolventen die Szenische Forschung bereits 2014 abgeschlossen hat […] schätzt die Möglichkeit, die eigenen Ideen in einen Austausch zu bringen. Wie er diesen Austausch zum Thema seines Abschlussprojekts Cheers for Fears gemacht hat, das dürfte derzeit in keinem Theaterwissenschafts-Studiengang möglich sein. Es ging darum, nicht nur mit den Kommilitonen, sondern auch den Studenten von Folkwang, der Kunsthochschule für Medien in Köln oder der Bühnenbildklasse in Düsseldorf ins Gespräch zu kommen. Zusammen mit dem Ringlokschuppen in Mülheim entwarf Jascha Sommer die Begegnungsplattform Cheers for Fears, die kleine Produktionsstipendien ausschreibt, Dialogformate auflegt oder Arbeiten der Studierenden zur internen Diskussion stellt. Ein gewaltiges kuratorisches Projekt, das als Studienabschluss angenommen wurde – und inzwischen sogar eine gewisse Nachhaltigkeit erreicht hat.«

Jenseits der Bühne. Der Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum reicht weit in ein konzeptuelles Denken der Performing Arts hinein.
Die Deutsche Bühne 09/2016. 

Credits_ Künstlerische Leitung: Jascha Sommer // Produktionsleitung: Sina-Marie Schneller // Kontaktstudierende: Sujin Bae (Kunstakademie Münster), Clara Gohmert (Folkwang Universität der Künste Ruhr) Jakob Lorenz (Hochschule für Musik und Tanz Köln), Nina Weber (Ruhr-Universität Bochum), Anne Weyler (Kunsthochschule für Medien Köln) // Koproduktionspartner: FFT Düsseldorf, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Ringlokschuppen Ruhr, Theater Oberhausen // Förderer: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW